So, 24. Juni 2018

Unwetterfront

30.12.2015 15:03

Sturm "Frank" hat Großbritannien voll erfasst

Der Nordatlantik-Sturm "Frank" hat Großbritannien voll erfasst. Windböen von bis zu 120 Stundenkilometern und heftiger Regen haben am Mittwoch vor allem Schottland und Nordirland heimgesucht. Tausende Häuser waren ohne Strom, Straßen und Bahnverbindungen mussten gesperrt werden. Es ist die dritte Flutwelle innerhalb eines Monats. Aber auch Island und Norwegen wurden von der Unwetterfront erfasst, die sich von Nordatlantik unaufhaltsam in Richtung Osten verlagert.

Am stärkste betroffen waren am Mittwoch die Regionen um Aberdeen im Osten und Glasgow im Westen Schottlands. Dort mussten Straßen und teilweise Autobahnen gesperrt werden, Fährverbindungen zwischen einzelnen Inseln wurden eingestellt, berichteten die Behörden. Es wurden aber keine Toten oder Vermissten gemeldet. Zugleich blieb es vergleichsweise warm: In den meisten Regionen kletterten die Temperaturen erneut über zehn Grad.

Allein in Schottland ließ "Frank" in 5500 Häusern das Licht ausgehen. In Nordirland, wo der Sturm bereits in der Nacht hinwegfegte, waren zeitweise 2000 Häuser ohne Strom. In Belfast fielen mehrere Flüge aus. In Osten Islands riefen die Behörden die Bewohner auf, wegen des Unwetters zu Hause zu bleiben, viele große Straßen wurden gesperrt. Auch an der Westküste Norwegens führte "Frank" zu Stromausfällen.

Bangen vor neuem Hochwasser in Yorkshire
Besondere geplagt sind die Menschen im nordenglischen Yorkshire, die auch schon über Weihnachten mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen hatten. Nun wird erneut Hochwasser befürchtet - wenn auch nicht so stark wie zuvor. In Croston in Lancashire riefen die Behörden Bewohner auf, ihre gefährdeten Häuser zu verlassen. Zugleich klagte die Polizei in Yorkshire, es habe vereinzelt Plünderungen gegeben.

Am Dienstagabend stürzte in der Ortschaft Tadcaster in Yorkshire eine Brücke in den Fluss Wharfe. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Bauwerk war allerdings bereits Tage zuvor für den Verkehr gesperrt worden. Mehrere Häuser in unmittelbarer Nähe wurden evakuiert.

Es ist die dritte Unwetterfront in Großbritannien im Dezember. Anfang des Monats tobte zunächst Sturm "Desmond", über Weihnachten kam Sturm "Eva".

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