Die Zeit heilt Wunden, sagt man. Christine F. lächelt, cremt ihre Arme ein. Ein Hauch von Zitrus erfüllt das Wohnzimmer der Niederösterreicherin. Ihre blauen Flecken von den Schlägen, die sie am 1. September erleiden musste, verblassen aber trotz Creme nur langsam.
"Wenn ich daran denke, läuft's mir kalt über den Rücken"
Christine F. kehrte mit dem "Krone"-Team zum Tatort zurück und erinnert sich: Heiß war es an diesem Tag, die 48-Kilo-Frau watete in kurzer Hose und Shirt mit Hündin "Gina" durch die Schwechat. Da stand er: Ein junger Mann. "Er wollte mir über die Böschung helfen", erinnert sich die vor einem Jahr an der Hüfte operierte Pensionistin. Es wird ruhig im Raum. Christine F. greift sich mit beiden Händen auf den Kopf, schließt die Augen. "Wenn ich daran denke, läuft's mir kalt über den Rücken. Was hab' ich getan, dass mir das passiert?" Sie wurde gequält und missbraucht auf dieser steilen Böschung. Gina sah die Vergewaltigung mit an.
Anwalt fordert "strengste Bestrafung"
Ein 17-jähriger Afghane aus dem Lager Traiskirchen sitzt für die Tat - er ist geständig - in U-Haft. Eine zweite DNA-Spur führt zu einem zweiten Täter. "Die Polizei hat mir davon erzählt", sagt das Opfer. Ihre Tochter Sylvia - engagierte Flüchtlingshelferin - glaubt und hofft, dass ihre Mutter während der Tat bewusstlos wurde.
Was Christine F. für ihre Peiniger empfindet? Trotz aller Qual sogar etwas wie Mitleid. Ihr Anwalt, Alfred Boran, fordert dennoch "strengste Bestrafung".
Aus dem Video-Archiv: Lokalaugenschein in der Asylbetreuungsstelle Traiskirchen
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