Nahost-Krise
Gewalt in Gaza eskaliert
Bei den im Gazastreifen getöteten Palästinensern handelte es sich um drei militante Palästinenser, drei Sanitäter, drei Passanten und zwei Kinder. Nach palästinensischen Angaben feuerte die Luftwaffe eine weitere Rakete ab, nachdem sich bereits eine Menge um das getroffene Fahrzeug drängte. Die Armee räumte dies ein und gab an, es sei zu spät gewesen, das Geschoss umzulenken.
Palästinenser kämpfen untereinander
Palästinenserpräsident Abbas verurteilte den Angriff in Gaza scharf als israelischen „Staatsterror“. Am Montagabend hatten bewaffnete Männer den Regierungssitz des palästinensischen Ministerpräsidenten Haniyeh in Ramallah gestürmt und teils verwüstet. Sie sollen der Fatah von Abbas nahe stehen. Nach neuen internen palästinensischen Kämpfen trat am Dienstag mit Tourismusminister Judeh Murqos erstmals ein Kabinettsmitglied der radikal-islamischen Regierung zurück.
Chefunterhändler warnt vor möglichem Bürgerkrieg
Der palästinensische Chefunterhändler Erekat äußerte sich am Dienstag äußerst besorgt über die Lage in den Palästinensergebieten. Er warnte, die internen Kämpfe könnten die internationale Blockade gegen die Hamas-Regierung verschärfen.
Angesichts des Streits um ein Referendum über eine Zwei-Staaten-Lösung warnte Erekat sogar vor einem Bürgerkrieg. In Rafah im südlichen Gazastreifen wurden bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Hamas-Mitgliedern zwei Menschen getötet und 15 verletzt.
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