Enorme Steigerung

30 Prozent mehr Alko-Unfälle

Jeden Tag passieren in Oberösterreich ein bis zwei Alkounfälle. Jetzt hat es eine Innviertlerin (15) erwischt, die von einem Autolenker gerammt worden war, der 1,66 Promille intus hatte. Nüchtern hätte er den Unfall vielleicht verhindern können. Aufatmen kann ein Alkolenker, der in Mauthausen ein Mäderl (10) niedergefahren hatte. Das Kind ist wieder daheim.

Mehr als 0,8 Promille hatte der 51-jährige Tischler aus Münzbach intus, als er in Mauthausen  Jasmin N. (10) rammte. Zuerst sah es schlimm aus, doch im Spital konnten die Ärzte Entwarnung geben und das Mäderl entlassen. So gut sind die Nachrichten um Melanie W. (15) aus Moosdorf nicht. Sie kam per Rettungshelikopter „Europa 3“ ins Welser Spital, nachdem sie in Eggelsberg angefahren worden war. Die Mofalenkerin war in die bevorrangte B 156 eingebogen und hatte offensichtlich den Wagen von Wolfgang P. (52) aus Eggelsberg übersehen. Das Auto stieß das Moped nieder. Der Lenker hatte 1,66 Promille - sein Führerschein ist weg. Vor Gericht wird er vermutlich Teilschuld bekommen.

Ebenfalls betrunken dürfte ein Autofahrer gewesen sein, der beim „Mühlenfest“ in Pischelsdorf einen 20-jährigen Munderfinger niedergefahren hatte. Denn der Unfalllenker flüchtete und tauchte unter.

Erschreckend ist, dass sich die Zahl der Alkounfälle in Oberösterreich in den vergangenen sechs Jahren um fast ein Drittel erhöht hat. Laut Verkehrsclub Österreich kostet das der Volkswirtschaft knapp 76 Millionen Euro - vom menschlichen Leid ganz zu schweigen.

 

 

 

Foto: Andi Schiel

Sonntag, 16. Mai 2021
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