Wende im Streit?
Iran findet UN-Vorschläge ¿akzeptabel¿
Der Umgang mit der umstrittenen Urananreicherung muss nach Ansicht Teherans in der jüngsten Offerte des Westens aber noch geklärt werden. Die Punkte in dem Angebotspaket, bei denen es um die Urananreicherung gehe, seien zweideutig, sagte Chefunterhändler Ali Larijani (Foto) am Sonntag zu Reportern in Kairo.
Zankapfel: Uran-Anreicherung
Die Urananreicherung zählt zu den am meisten diskutierten Themen im Atomstreit. Während der Iran auf sein Recht der Anreicherung pocht, dringt der Westen auf eine Aussetzung des Prozesses. Viele vermuten dahinter ein geheimes Programm zum Bau von Atombomben.
Schüssel warnt vor zuviel Druck
Der Kompromissvorschlag der fünf UNO-Vetomächte und Deutschlands sieht Anreize für eine Kooperation vor, um den Iran zum Aussetzen der Urananreicherung zu bewegen. EU-Ratsvorsitzender Bundeskanzler Schüssel hat inzwischen davor gewarnt, den Druck auf Teheran weiter zu erhöhen.
Franzosen und Briten warnten Iran vor „dauerhafter Isolierung“
Irans Außenminister Manouchehr Mottaki hatte am Samstag erklärt, die iranische Regierung erwäge nach der Prüfung der internationalen Vorschläge einen Gegenvorschlag. Mottaki drückte die Hoffnung aus, dass der Konflikt „auf der Grundlage von Fairness und nicht von Diskriminierung“ gelöst werde. Frankreich und Großbritannien hatten am Freitag eindringlich an Teheran appelliert, einen positiven Weg einzuschlagen und sich gegen eine „dauerhafte Isolierung“ zu entscheiden.
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