Schock nach Crash

Schulbusunfall traumatisierte Gemeinde

Oberösterreich
31.05.2006 10:59
Der Schulbus-Unfall mit einem Todesopfer und acht zum Teil Schwerstverletzten traumatisierte die Gemeinde Neukirchen an der Vöckla und wurde im Unterricht aufgearbeitet. Dazu erklärte der Bürgermeister das Hauptschulgebäude zum „Sperrgebiet“. Örtliche Schulbusfahrer waren nicht mehr in der Lage, die Buben und Mädchen zu transportieren - es mussten Fahrer aus anderen Gemeinden angefordert werden. Eines der Unfallopfer schwebt noch in Lebensgefahr.

Auf der Biber-Landesstraße bei Neukirchen waren in den vergangenen Jahren bei Verkehrsunfällen vier Menschen ums Leben gekommen. Die jüngste Unfalltragödie ereignete sich fast in Sichtweite der Hauptschule. Der 18-jährige Bäckerlehrling Bernhard Beitl aus Lenzing, der erst seit zwei Wochen einen Führerschein besitzt, hatte beim Brot-Ausliefern in einer lang gezogenen Rechtskurve die Herrschaft über den Klein-Lkw seines Chefs verloren, war frontal gegen einen Schulbus gekracht und auf der Stelle getötet worden.

Nur weil die Schulbuslenkerin Christine Steiner (50) aus Neukirchen/Vöckla und die sieben Schüler im Alter zwischen 12 und 15 Jahren aus Gampern angegurtet waren, hatten sie überhaupt eine Überlebenschance, berichteten die Helfer. Am schlimmsten hatte es einen 15-jährigen Viertklassler erwischt, dessen Kopfverletzung in der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg notoperiert wurde, der aber noch immer in Lebensgefahr schwebt. Ein 14-jähriger Drittklassler wurde ins Linzer Wagner-Jauregg-Spital geflogen und ist ebenso am Weg der Besserung, wie seine ins Vöcklabrucker Spital eingelieferten Schulkameraden.

Die von der Feuerwehr aus dem Schulbuswrack befreite Lenkerin ist laut Stationsarzt Dr. Markus Haisjackl noch geschockt, aber nicht mehr in Gefahr.

 

 

 

Foto: FF Neukirchen/Vöckla

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