Mit einem spannenden Prozess rechnet Verteidiger Andreas Mauhart, der am Freitag vor den Geschwornen (Vorsitz: Richter Karl Makovsky) auf Freispruch plädieren wird. Von den DNA-Beweisen, mit denen Staatsanwalt Dietmar Gutmayr seine Anklage untermauert, zeigt er sich unbeeindruckt: „Es gibt keine weiteren Spuren, die meine Mandantin belasten. Sie versicherte mir, dass ihr bisher nicht einmal Fingerabdrücke abgenommen wurden.“ Verdächtig gemacht hat sich die Slowakin aber auch dadurch, dass sie elf Tage nach dem brutalen Raubmord überstürzt Wohnung und Job gekündigt hatte und in ihre Heimat zurückgekehrt war.
Erst nach ihrem Verschwinden war sie durch Spuren in ihrer ehemaligen Wohnung unter Verdacht geraten. Und von Anfang an waren die Kriminalisten davon ausgegangen, dass auch eine Frau als Täterin in Frage kommt. Es brauchte nicht viel Kraft, die nur 1,45 Meter große Frau, die in Linz wegen ihres früheren Arbeitsplatzes auch als „Sauna-Gusti“ bekannt war, niederzuschlagen. Am 9. Juli 2005 war Auguste Halama in ihrer Wohnung in Linz-Urfahr verprügelt und erstickt worden.
Kommenden Freitag wird der Mordfall vor dem Landesgericht in Linz aufgerollt. Über die Beweiskraft der Indizien werden dann die Geschwornen zu entscheiden haben.
Foto: Michael Tischlinger/Polizei













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