Klagenfurt spart:

Aus für Weihnachtsgeld

Kärnten
28.09.2015 13:45
Das Sparkurs der Stadt Klagenfurt macht auch vor den sozial Schwachen nicht Halt: Erstmals wird zu Weihnachten die jährliche Zuwendung von 75 Euro an Bedürftige nicht mehr ausbezahlt. Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler versucht zu beruhigen: „Die Härtefälle werden natürlich weiterhin unterstützt.“

Rund 1600 Personen haben pro Jahr den "Weihnachtstausender" (1000 Schilling = 75 Euro) erhalten. Das Geld wurde an Bezieher der Mindestpension sowie geringfügig beschäftigte Alleinerzieher in bar ausbezahlt. Damit ist nun allerdings Schluss.

"Das ist sehr hart, wenn man bei jenen spart, die es brauchen - gerade jetzt, wo alles teurer wird", kritisiert der ehemalige Sozialreferent Christian Scheider (FP).

Sein Nachfolger Jürgen Pfeiler (SP) verteidigt die Maßnahme: "Es ist klar geregelt. Wer Hilfe braucht, wird sie bekommen, jedoch gezielt. Besser, wir geben jemandem 150 Euro, der nachweislich Hilfe braucht, als wir zahlen automatisch das Geld an Beliebige aus. So wird effizient geholfen."

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