Alkohol-Problem

Schon Zwölfjährige bis Mitternacht unterwegs

Oberösterreich
20.05.2006 19:30
Zwölfjährige, die noch um Mitternacht bei einem großen Linzer In-Lokal am Türsteher vorbei schleichen wollen; Schüler, die zur Abschlussparty rucksackweise harte Getränke zum „Vorglühen“ anschleppen - zumindest der Jugend in der Landeshauptstadt würde die gerade viel diskutierte „frühe“ Sperrstunde sicher nicht schaden.

Es ist anscheinend wirklich alles relativ: „Nur ein Prozent der Jugendlichen macht Probleme. Das war aber schon immer so“, ist Landesrat Josef Ackerl (SP) überzeugt. Der Linzer VP-Sicherheitssprecher und Polizist Josef Hackl: „Besonders auf der Donaulände hat jeder Jugendliche den Rucksack voll mit Alkohol.“ Am beliebtesten sei Cola-Barcadi in 1,5-Liter-Flaschen: „Da ist oft ein Liter Schnaps drin“, berichtet Hackl: „Die Teenager trinken sich teilweise spitalsreif. Im Sommer hatte ich fünf stockbetrunkene Mädchen auf der Dienststelle.“

Die Wirte wissen, dass die blutjungen Kampftrinker kaum zu bremsen sind: „Beim Schulschlussfest hatten wir sechs 200-Liter-Mülltonnen voller Alkohol, der in Rucksäcken versteckt gewesen war“, berichtet ein Veranstalter. Da hilft auch kein Jugendschutzgesetz.

 

 

 

Foto: Peter Tomschi

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