Sa, 22. September 2018

Weg verlagert:

16.09.2015 19:31

Flüchtlingswelle nimmt in OÖ langsam etwas ab

Sie waren müde, erschöpft und für jede Hilfe dankbar: In der Nacht mussten erneut 2602 Auswanderer in acht Notquartieren in unserem Bundesland betreut werden. Dennoch lässt laut Polizei die Flüchtlingsflut langsam nach. Doch die Sperren in Ungarn leiten die Völkerwanderung nur in unseren Süden um

"Den Männern und Frauen waren die Strapazen deutlich ins Gesicht geschrieben. Auch viele Kinder hatten mit der Müdigkeit zu kämpfen. Unser Fokus liegt weiterhin darin, medizinische Betreuung zu gewährleisten, Getränke, Nahrungsmittel sowie ein Bett zur Verfügung zu stellen. Wir wollen diesen Menschen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, damit sie sich zumindest für ein paar Stunden ausruhen können", berichtet Stefan Neubauer vom Roten Kreuz über die Flüchtlingshilfe. Allein das ehemalige Postverteilungszentrum (PVZ) am Linzer Hauptbahnhof war in den Nachtstunden mit 705 Auswanderern belegt. Verblüffend für die Helfer: Mittwochmittag waren nur noch 73 Flüchtlinge da, der große Rest hatte sich innerhalb von ein bis zwei Stunden nach Deutschland aufgemacht.
Schön ist die Hilfsbereitschaft vieler Landsleute. Diese zeigt sich nicht nur in den zahlreichen Spenden, sondern auch durch die vielen Freiwilligen, wie den türkischstämmigen Linzer Studenten Enes Skalli und Can Akdemir (beide 21), die kostenlos als Dolmetscher mitarbeiten.
Aus polizeilicher Sicht sollte sich die Lage in den kommenden Tagen entspannen. Polizeisprecher David Furtner: "Durch die Grenzsperren in Ungarn lässt der Nachschub nach. Wir rechnen mit 600 bis 800 Flüchtlingen aus Graz." Mittwochabend kamen in Linz Heeres-Busse an, dazu um 19.30 Uhr ein Zug, aus dem 300 Flüchtlinge stiegen. Das PVZ war wieder voll belegt.

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