Mi, 26. September 2018

Ungewisse Zukunft

15.09.2015 16:05

"Thanks Austria" für die Hilfsbereitschaft

Auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft machten Hunderte Flüchtlinge kurz Zwischenstopp in Villach.

Kinder spielen Fußball, malen. Junge Männer liegen auf Feldbetten und tippen ins Smartphone, während Frauen in Kleiderspenden-Kartons wärmere Sachen suchen. Alle sind gezeichnet von ihrer wochenlangen Flucht. Bis auf die Hoffnung auf ein besseres und sicheres Leben und einen kleinen Rucksack haben die Flüchtlinge nichts dabei.

520 wurden Montag nach Villach gebracht, unter ihnen Großfamilien aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Sie haben die Nacht – wie berichtet – in Feuerwehrhallen und Busgaragen verbracht.

"Alle wollen zu Verwandten nach Deutschland und Frankreich", weiß Hussein Merhi, der 2008 aus dem Libanon nach Villach gekommen ist und freiwillig hier als Dolmetscher arbeitet. Er hilft den Menschen, sich zurechtzufinden.

"Thanks Austria!", bedankt sich eine syrische Universitätsprofessorin: "Bitte kein Bild. Ich will nicht, dass man mich so sieht!" Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend: Viele Villacher kommen einfach vorbei und bringen Lebensmittel, Süßes und Kleidung.

Mitglieder des Sozialvereins "Together" haben spontan die Essensausgabe übernommen, während sich das Rote Kreuz um Erschöpfte und Kranke kümmert. Dann brechen alle wieder auf zu ihrer Reise mit dem ungewissem Ende.

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