„Es war klar, dass ich eine Niere spende“, erzählt Gerd Zaglmayer - eineinhalb Jahre nachdem die Hiobsbotschaft das 23 Jahre verheiratete Paar getroffen hatte. Bei der Saunameisterin hatten die Nieren die Arbeit eingestellt. Sie musste dreimal pro Woche für vier Stunden zur Dialyse. Bei den Lisln hörte das Paar von einer schonenden Operationsart für den Spender. „Bisher wurde das Organ durch einen 20 Zentimeter langen Schnitt, der Muskeln verletzte, entnommen. Durch die ,Schlüsselloch-Technik´ ist der Schnitt nur ein Drittel so lang und es werden keine Muskeln verletzt“, erklärt Urologie-Primar Günter Janetschek.
Im sechsstündigen Eingriff wurde die Niere Ende März entfernt und transplantiert. „Schon am zweiten Tag besuchte mich mein Mann auf der Intensivstation“, erinnert sich Maria Zaglmayer, die weiter Medikamente nehmen muss.
„Bisher stammen zehn Prozent der Spendernieren von Lebenden, es könnten 50 Prozent sein“, sagt Nierenabteilungs-Primar Rainer Oberbauer. Die Operationsmethode, die erstmals in Oberösterreich angewendet wurde, könnte die Spendenbereitschaft erhöhen.
Foto: Markus Schütz













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