Mi, 19. Dezember 2018

Jagd auf PKK

08.09.2015 15:01

Türkische Bodentruppen im Nordirak einmarschiert

Nach einem schweren Anschlag auf türkische Sicherheitskräfte am Sonntag hat die Türkei am Dienstag Bodentruppen in den Nordirak geschickt. Ein Militärsprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, es handle sich um einen "kurzen Einsatz", um die Attentäter vom Sonntag zu fassen. Zwei Bataillone einer Spezialeinheit hätten in einem gebirgigen Gebiet zwei Gruppen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verfolgt, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan.

Demnach wurden die Bodentruppen aus der Luft von Kampfjets unterstützt. Die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor berichtet, bei massiven Luftangriffen auf PKK-Stellungen im Nordirak seien am Dienstag "35 bis 40 Terroristen" getötet worden - die türkische Regierung bezeichnet die PKK-Kämpfer grundsätzlich als Terroristen.

Die jüngste Eskalation der Gewalt hatte am Sonntag begonnen: PKK-Anhänger verübten im südtürkischen Daglica in der Nähe der irakischen Grenze einen Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi. Nach Armeeangaben wurden 16 Soldaten getötet und sechs weitere verletzt, die PKK erklärte, ihre Kämpfer hätten 15 Soldaten getötet. Es war der mit Abstand folgenschwerste PKK-Angriff seit mehr als 20 Jahren.

Davutoglu: PKK "auslöschen"
Regierungschef Ahmet Davutoglu sagte am Montag, die PKK werde nun "ausgelöscht". Nur wenige Stunden später wurden bei einem weiteren Anschlag am Dienstag mehrere Polizisten getötet. In einer Quelle war von zwölf Toten die Rede, in einer anderen von 14. Der vermutlich von kurdischen Aufständischen gelegte Sprengsatz zerstörte einen Kleinbus, der die Polizisten nach Dilucu an der Grenze zu Aserbaidschan bringen sollte, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Dienstag, er werde "das Land nicht an die Terroristen ausliefern".

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