14.05.2006 14:27 |

Hass und Gewalt

37 Tote bei Anschlägen im Irak

Zahlreiche Selbstmordanschläge erschüttern weiterhin den Irak: Die wohl schlimmsten Angriffe ereigneten sich in der Nähe eines US-Lagers, wo zwei Attentäter mindestens 16 Menschen in den Tod gerissen haben. Sie jagten zwei Autos nahe des Camp Victory in die Luft, wie die US-Armee mitteilte. Im Süden des Iraks starben außerdem zwei britische Soldaten bei Anschlägen.

Zuvor waren bei der Explosion einer Bombe im Osten Bagdads nach Angaben des Verteidigungsministeriums fünf Zivilisten getötet und vier weitere Menschen verletzt worden. Durch die Explosion eines weiteren Sprengsatzes wurden fünf Polizisten verletzt. Anschläge mit Toten und zahlreichen Verletzten wurden auch in Adhamiyah, nördlich von Bagdad, und in Safaraniyah, im Süden der Hauptstadt, verübt.

Bei einem Bombenanschlag auf einen Fahrzeugkonvoi des irakischen Außenministeriums 80 Kilometer nördlich von Bagdad wurden drei seiner Leibwächter getötet. Außenminister Sebari befand sich nach ersten Angaben nicht in einem der Autos.

In der irakischen Stadt Kerbala fand die Polizei unterdessen die Leichen von elf irakischen Zivilisten. Unter den Opfern sind nach Polizeiangaben vier Mitarbeiter einer lokalen Wohltätigkeitsorganisation, die am Vortag von einer Gruppe von Männern in Polizeiuniformen verschleppt worden waren.