Kampf gegen Virus

Schlucken erspart Babys Leid

Eine neue Impfung könnte 500 Kindern den Spitalsaufenthalt ersparen. Die lebensgefährlichen Rotaviren lösen beim Nachwuchs Brechdurchfall aus. Dies kann besonders schmerzhaft werden, da die Kleinen keine Nahrung bei sich behalten können. Oft müssen sie an den Tropf gehängt werden, um das Austrocknen zu verhindern. 15 kleine Patienten liegen aktuell in der Linzer Kinderklinik.

„Die Schluckimpfung ist auf jeden Fall zu begrüßen. 4000 Kinder müssen dann österreichweit nicht mehr ins Spital“, plädiert Primar Klaus Schmitt von der Linzer Kinderklinik an die Eltern. Unter Fünfjährige sind für die Infektion mit dem Rotavirus anfällig. 30000 Erkrankungen gibt es österreichweit. Doch das Leid zu verhindern hat seinen Preis.122 Euro kostet eine Schluckimpfung, die zweimal verabreicht werden muss. „Volkswirtschaftlich würde es sich rechnen, wenn die Krankenkassen die Impfung bezahlen, weil dafür die teuren Krankenhauskosten wegfallen“, erklärt Schmitt. Durchschnittlich bleiben die Kinder vier Tage im Spital, was etwa 2000 Euro kostet.

Nebenwirkungen seien laut Mikrobiologe Martin Haditsch vom Krankenhaus der Elisabethinen kaum zu befürchten: Es gibt Vorstudien mit zigtausenden Probanden wo es keine Probleme gegeben hat.

Die Schluckimpfung wurde schon im November 2005 in den bundesweiten Impfplan aufgenommen.

 

 

 

Foto: Klaus Kreuzer

Donnerstag, 13. Mai 2021
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