Justizskandal ohne Ende: Obwohl von Anfang an der nun angeklagte Garstner Räuber Tomi S. (29) in Verdacht stand, die Taxlerin Claudia Deubler (28) erschossen und ausgeraubt zu haben, versteiften sich Ermittler und Anklägerin auf den Präsenzdiener Peter Heidegger (32). Obwohl er zur Tatzeit nicht am Tatort gewesen sein konnte, weil er in Gmunden war. Das konnte nicht nur seine Mutter bezeugen: „Ich habe in dieser Nacht mehrmals in sein Zimmer geschaut und ihn im Bett liegen gesehen.“
Sondern auch vier Freunde, mit denen Peter vorher ein Lokal besucht hatte, sodass er die Bahnfahrt zum Salzburger Taxistandplatz niemals geschafft hätte: „Wir werden Peter mit unseren Aussagen heraushauen“, versprachen die Burschen, doch dies misslang: Die Alibizeugen wurden als unglaubwürdig mundtot gemacht, weil sie sich nach zehn Monaten exakt an denselben Zeitpunkt des Aufbruchs erinnern konnten. Als sie noch den Besuch eines Detektivs der Verteidigung zugaben, drohte ihnen die Staatsanwältin Strafverfahren wegen Falschaussagen an. Denn die Aussage der Freundin des Angeklagten passte der Anklägerin besser ins Konzept: Peter sei schon eine Stunde früher aufgebrochen, meinte das Mädchen. Diese Stunde hätte knapp gereicht, um von Gmunden nach Salzburg zu kommen.
Foto: Wolfgang Weber













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