Alkohol-Problem

Frühere Sperrstunde als Bremse

Oberösterreich
09.05.2006 19:16
Rigorose Maßnahmen sollen das Alko-Problem mit Jugendlichen vor allem in der Linzer Altstadt bremsen: Die Landes-VP will eine generelle Sperrstunde um 4 Uhr früh durchsetzen. Immerhin sehen 70 Prozent der Bevölkerung Handlungsbedarf.

„Immer Jüngere bleiben immer länger fort“, sagt LH-Vize Franz Hiesl und will den Alko-Jugendlichen nun eine Pause „gönnen“. „Ausnahmslos alle Lokale sollen um vier Uhr zusperren. Doppelkonzessionen und Sondergenehmigungen ermöglichten bisher einigen Gastronomiebetrieben, rund um die Uhr offen zu halten. Das muss sich ändern“, so Hiesl. Dass diese Maßnahme allein nicht reichen wird, um jugendlichen Trunkenbolde zu stoppen, ist klar. „Es ist ein ganzes Maßnahmenbündel geplant. Als nächstes werden wir die Spezialangebote wie ,Happy Hour´ bekämpfen, die die Jugendlichen zu unmäßigem Alkoholkonsum verleiten“, verrät VP-Klubobmann Michael Strugl seine Pläne. 

Die Maßnahmen müssen schnell durchgesetzt werden, denn der Alkoholkonsum nimmt immer dramatischere Formen an. Zuletzt haben sich Teenager Wodka sogar gespritzt, um schneller betrunken zu werden. Ein lebensgefährliches Experiment. Laut market-Umfrage ist sich nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Jugend selbst zu 76 Prozent bewusst, dass hier ein großes Problem vorliegt.

 

 

 

Foto: Erich Petschenig

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