Vermutlich erstickt

Flüchtlingsdrama: Mindestens 40 Tote im Mittelmeer

Ausland
15.08.2015 14:48
Im Mittelmeer sind mindestens 40 Menschen vermutlich im Laderaum eines Flüchtlingsbootes erstickt. Zahlreiche Migranten seien von Bord gerettet worden, schrieb die italienische Marine am Samstag im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Laut Nachrichtenagentur Ansa waren zwischen 300 und 400 Menschen an Bord. Das Schiff geriet demnach vor der libyschen Küste südlich der italienischen Insel Lampedusa in Schwierigkeiten. Die Migranten seien vermutlich im Laderaum eingeschlossen gewesen.

Immer wieder ertrinken Hunderte Flüchtlinge
Erst Anfang August waren wahrscheinlich Hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Etwa 200 Migranten wurden damals vermisst, nachdem ein überladenes Boot vor der libyschen Küste gekentert war. Wenig später meldete die italienische Marine ein Unglück mit rund 60 Vermissten.

2015 bereits 2300 Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben
Italiens Innenminister Angelino Alfano warnte am Samstag, dass das aktuelle Unglück nicht das letzte sein werde, wenn die Probleme im Krisenland Libyen nicht gelöst würden. Von dort starten viele Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten die gefährliche Fahrt über das Meer.

Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration rund 2300 Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben.

Flüchtlingsboot von Küstenwache versenkt?
Vor der griechischen Küste soll unterdessen die Küstenwache ein Flüchtlingsboot zum Kentern gebracht haben, wie das Video eines türkischen Fischers zeigen soll. Augenzeugenberichten zufolge wurde das Schlauchboot mit einer Lanze angestochen.

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