Tatort Altstadt

Messerattacken in Linz fordern zwei Opfer

Seit 53 Tagen wird die Linzer Altstadt mit vier Video-Kameras überwacht. Als nun aber in der Nacht zum Samstag zwei Linzer dort im Streit zwei Bosnier mit Messern verletzten, wurde die Tat nicht gefilmt: Sie geschah im „toten Winkel“.

Um Raufereien, Stänkereien, Diebstähle, Drogenhandel und andere Kriminaldelikte im Linzer „Bermudadreieck“ eindämmen zu können und bei Ausschreitungen Videosequenzen als Beweise zu haben, wird die Linzer Altstadt seit 14. März über vier schwenkbare Video-Kameras vom Stadtpolizeikommando aus überwacht. Der Bereich Tummelplatz, über den es Richtung Schloss geht, ist aber zu verwinkelt für Video-Überwachungen. „Zudem gibt es dort keine Lokale“, sieht die Polizei dafür keine Notwendigkeit.

Genau dort aber kam es Samstag früh um 1.45 Uhr zur Messerattacke: Die Bosnier Nedzat C. (18) und Zdravko V. (20) waren am Nachhauseweg, als sie von den Linzern Mark S. (27) und René P. (28) angestänkert wurden. Es kam zum Handgemenge, wobei C. eine Stichverletzung im linken Oberarm, V. im Bereich der linken Achsel erlitt.

Nedzat C. lief blutend zur nahen Polizeiinspektion Landhaus. Die Beamten fanden dann den zweiten Verletzten  und fassten auch die Verdächtigen, die behaupten, sie seien mit Schaufeln bedroht worden. Beweise gibt es aber nicht…

 

 

 

Foto: Erich Petschenig

Freitag, 14. Mai 2021
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