Das Gen steht nach Auskunft von Arne Pfeufer von der Technischen Universität München im Zusammenhang mit der Regulierung der Gefäßweite und der Kontraktionskraft des Herzens. Die Forscher um Pfeufer hatten in ihrer Studie zunächst rund 100 000 Genvarianten mit den QT-Intervallen von 200 Probanden verglichen. Anschließend testeten sie 8500 Probanden aus Bayern und Boston (USA) auf einige Erbgutmutationen, die im ersten Schritt auffällig geworden waren. Dabei ergab sich ein sehr deutlicher Zusammenhang einer Veränderung des Gens NOS1AP mit einem verlängerten QT-Intervall.
Wie die Genvariante genau die Kontraktionszeit des Herzens verändern könnte, ist noch nicht geklärt. In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler jetzt Opfer des plötzlichen Herztods auf die Genvariante testen. Die Forscher hoffen, dass sich aus ihrer Erkenntnis eine bessere Vorsorgemöglichkeit für Träger dieser Erbgutmutation ergibt. Die Studie wurde vom deutschen Herzkreislaufnetz im Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) gefördert.
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