Gefährlicher Stunt

Kind balancierte auf Fensterbrett

Schwindelerregend und lebensgefährlich: ein Kind und eine Katze in Linz im zweiten Stock am Fenstersims - Alarm! Feuerwehrleute rasten los, Polizisten versuchten verzweifelt, die Wohnungstür einzutreten, bis die Mutter erwachte und aufmachte: Statt sich zu bedanken, beschimpfte sie die Retter und beschwerte sie sich über den Lärm… Die Frau wird beim Jugendamt angezeigt.

Passanten, die am Donnerstag um 8.32 Uhr auf der Linzer Freistädter Straße auf den Bus warteten, stockte der Atem: Jennifer (2) turnte in zehn Metern Höhe über ihren Köpfen, hielt sich nur mit einer Hand am offenen, pendelnden Fensterflügel. „Hilfe! Das Kind fällt herunter!“ Dieser Notruf erreichte die Gruppeninspektoren Wolfgang Bräuer und Wolfgang Pichler (beide 43), die nur hundert Meter entfernt patrouillierten.

„Schnell, schneller“, trieben die entsetzten Augenzeugen die Beamten an, denen die Hausmeisterin den Weg wies: „Wir haben an der Tür geläutet und geklopft, dann 15-mal dagegen getreten, um sie aufzubrechen“, schildern die Polizisten die bangen Minuten, bis endlich geöffnet wurde. Die Männer stießen die verschlafene, halb nackte Frau (24) zur Seite, stürmten ins verwahrloste Wohnzimmer, in das inzwischen Kind und Katze wohlbehalten zurückgekehrt waren.

Die schimpfende Mutter wird dem Jugendamt angezeigt, die gerettete Tochter vom Opa betreut.

 

Foto: Christian Koller

 

Montag, 14. Juni 2021
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