Vor Libyens Küste
Boot mit Hunderten Flüchtlingen gekentert
Ausland
05.08.2015 17:34
Nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes vor der libyschen Küste wird eine neue Tragödie befürchtet. An Bord des völlig überbesetzten Kutters befanden sich nach unterschiedlichen Angaben bis zu 700 Menschen, lediglich 400 von ihnen konnten laut der italienischen Küstenwache bisher gerettet werden. Helfer befürchten "eine beträchtliche Anzahl an Todesopfern".
Das Boot hatte am späten Vormittag einen Notruf an die italienische Küstenwache im sizilianischen Catania gesandt. Als sich das erste Rettungsschiff, die "Le Niamh" der irischen Marine, dem Unglücksort näherte, liefen die Flüchtlinge in Panik auf eine Seite des Fischkutters, woraufhin dieser kenterte.
Das Mittelmeer gilt aktuell als die tödlichste Grenze der Welt. Nach Angaben der internationalen Organisation für Migration starben dieses Jahr bereits mehr als 2.000 Menschen beim Versuch, so nach Europa zu gelangen. Das bisher schwerste Unglück hatte sich im April ereignet, als mehr als 800 Migranten im Mittelmeer ertranken.
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