Brutaler Überfall

Linzer Weltumsegler von Piraten niedergeschossen

Oberösterreich
03.05.2006 20:58
Nur knapp überlebte der Linzer Weltumsegler Claus Gintner (62) vor der Küste von Venezuela einen Piraten-Überfall: Fünf Männer fielen bei seiner Yacht „Escapada“ über ihn her, forderten Geld und schossen ihm in den Bauch. Der Oberösterreicher entkam zum Strand, wurde schließlich gerettet.

Mit 47 Jahren hatte Claus Gintner sein Elektrogeschäft verkauft und sich ganz seiner großen Leidenschaft  dem Segeln  verschrieben. Sechseinhalb Jahre lang segelte er allein um die Welt, überlebte mehrere Stürme. Nun ankerte er mit seiner Yacht „Escapada“ vor der Insel Piritu an der Ostküste von Venezuela, als fünf als Fischer getarnte Männer in zwei Booten zu seiner Yacht fuhren, wo der Oberösterreicher gerade schnorchelte. „Claus ahnte, dass da was nicht stimmte und kletterte in sein Beiboot“, erzählt seine Lebensgefährtin Heidi Possert.

Die Angreifer attackierten Claus Gintner sofort, schossen ihm in den Bauch. Der Verletzte konnte dennoch mit seinem Beiboot zum Strand flüchten, wo ihn die Piraten wieder einholten, neuerlich mit Gewehrkolben auf ihn einschlugen und Geld verlangten. „Als er ihnen sagte, dass er keines an Bord hat, haben sie ihn am Strand liegen gelassen“, berichtet Heidi Possert weiter.

Einheimische fanden den Verletzten, der nur mit Badehose bekleidet war und keine Ausweise eingesteckt hatte. Sie brachten ihn in ein Armenspital, wo der Linzer wegen starker Blutungen in der Bauchhöhle zwei Mal operiert und ihm auch eine Niere entfernt wurde. Dann gelang es Freunden, ihn in ein Privatkrankenhaus zu überstellen. Heidi Possert, die heute nach Venezuela fliegt: „Claus hat nie geglaubt, dass ihm sowas passieren könnte - er wollte demnächst mit solchen Touren aufhören…“

 

Foto: www.escapada.at

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