Wollte Welt umrunden

Pilot nach 30 Stunden von Eisscholle gerettet

Ausland
30.07.2015 06:14
Ein russischer Abenteurer hat nach einer Notlandung mit einem Helikopter 30 Stunden auf einer Eisscholle im nördlichen Atlantik überlebt. Ein Schiff der kanadischen Küstenwache las den unterkühlten Piloten Sergej Ananow auf und brachte ihn in die Stadt Iqaluit, wie russische Medien am Mittwoch berichteten.

Ananow wollte mit einem Leichthubschrauber die Welt umrunden. Am 13. Juni war er in einem Vorort der russischen Hauptstadt Moskau zu seiner waghalsigen Tour aufgebrochen.

Auf dem Weg von Iqaluit, der Hauptstadt des nordöstlichen kanadischen Territoriums Nunavut, nach Grönland musste Ananow dann am Wochenende wegen eines technischen Problems auf dem Wasser notlanden.

Helikopter in 30 Sekunden gesunken
"In 30 Sekunden war der Helikopter gesunken", schilderte er. Mit letzter Kraft konnte er sich auf eine Eisscholle retten. Dort harrte er rund 30 Stunden in bitterer Kälte aus und sah nach eigenen Angaben auch Eisbären. Erst nach mehr als einem Tag konnte er von der kanadischen Küstenwache geborgen werden. Ananow erlitt leichte Erfrierungen.

Nun werde er erst einmal wieder nach Russland reisen, sagte der Pilot. Einen neuen Versuch, die Erde im Hubschrauber zu umrunden, schloss er nicht aus. Doch habe sein Unfall gezeigt, dass die Technik noch nicht so weit sei. "Einfach so wird ein neuer Versuch nicht gelingen. Dafür ist eine große Anstrengung nötig - größer als jene, um in der Arktis zu überleben", sagte Ananow der Agentur Tass.

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