Liebes-Junkies

Verliebte sind süchtig nach PEA

Wissenschaft
02.05.2006 12:40
Sind Verliebte in Wahrheit bloß drogensüchtig? Laut australischen Forschern heißt der Stoff, der Verliebte high macht, Phenylethylamin. Er sorgt für feuchte Hände, den Kloß im Hals und bindet die Betroffenen bis zu vier Jahre aneinander.

Untersuchungen an verliebten Studenten haben nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" ergeben, dass Phenylethylamin, kurz PEA, für das Gefühl der Verliebtheit verantwortlich ist. In Reinform ist die Substanz eine ölige, unangenehm nach Fisch riechende Angelegenheit. Ihr Grundgerüst ist in vielen halizinogenen Drogen enthalten, bei Verliebten sorgt sie für den Rausch der Gefühle. Geringen Dosen kommen in Schokolade vor, auch eine Achterbahnfahrt kann für eine kurzfristige Ausschüttung sorgen.  

Peter Godfrey von der Monash-Universität in Melbourne blickt in die Zukunft: "Eines Tages könnte es möglich sein, synthetische Drogen herzustellen, die uns die Euphorie der ersten Liebe vorgaukeln." Die traurige Realität ist, dass die Substanz aus Liebesgründen nicht länger als maximal vier Jahre lang im Blut zu finden ist. Anthropologen weisen darauf hin, dass diese Zeitspanne entscheidend für das Aufziehen von Kindern ist: Nach vier Jahren ist für die Kleinen das Gröbste überstanden.

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