Holocaust

Israel gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Ausland
25.04.2006 18:46
In Israel wurde am Dienstag der sechs Millionen jüdischen Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Um 10.00 Uhr Ortszeit stand das Leben im Land für zwei Minuten in Gedenken still. Am Abend fand eine Gedenkzeremonie statt. In Auschwitz nahm der frühere israelische Ministerpräsident Peres gemeinsam mit 8.000 Jugendlichen am so genannten Marsch der Lebenden teil.

In Israel begannen die Gedenkfeiern am Abend in der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem. Sechs Holocaust-Überlebende entzündeten jeweils eine Fackel. Der offizielle israelische Holocaust-Gedenktag ist der Tag, an dem im Warschauer Ghetto 1944 der Aufstand gegen die deutschen SS-Truppen begann. In anderen Ländern gilt die Befreiung des KZ Auschwitz durch sowjetische Truppen am 27. Jänner 1945 als Stichtag für das Gedenken an den größten Massenmord der Menschheitsgeschichte.

In Auschwitz/Birkenau brachten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 mindestens 1,1 Millionen Männer, Frauen und Kinder um. Die meisten Opfer waren Juden. Ihnen gedenken beim Marsch der Lebenden vor allem junge Juden, die dafür nach Polen reisen. 

Die Marschroute führte über den drei Kilometer langen so genannten "Weg der Toten" vom ehemaligen nazideutschen Konzentrationslager Auschwitz bis zum ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-II-Birkenau. Begleitet wurden die Jugendlichen von KZ-Überlebenden und dem israelischen Ex-Premier Peres.

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