Fr, 17. August 2018

IS-Terror

26.06.2015 22:27

Tote bei Anschlag auf Moschee in Kuwait

Bei einem Selbstmordanschlag der dschihadistischen Organisation Islamischer Staat auf eine schiitische Moschee in Kuwait sind mindestens 27 Menschen getötet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bei dem Attentat in Kuwait-Stadt, das während des Freitagsgebets verübt wurde, mindestens 222 weitere Menschen verletzt.

Die Gruppierung "Najd-Provinz", die sich zu dem Anschlag bekannte, gehört offenbar zum IS-Netzwerk. Sie erklärte, von der Moschee Al-Imam al-Sadiq seien Bestrebungen ausgegangen, sunnitische Gläubige zu missionieren. Die IS-Dschihadisten betrachten Schiiten als Ungläubige. Die Schiiten machen in Kuwait rund ein Drittel der Bevölkerung von insgesamt rund 1,3 Millionen Einwohnern aus.

"Bösartiger Versuch, nationale Einheit anzugreifen"
In der Erklärung der Gruppierung hieß es, der Anschlag sei von einem Selbstmordattentäter verübt worden. Augenzeugen berichteten, dieser habe während des mittäglichen Gebets die Moschee betreten. Kuwaits Emir Scheich Sabah al-Ahmad al-Jaber al-Sabah begab sich umgehend zum Anschlagsort, wie Bilder des Staatsfernsehens zeigten. Später erklärte er, der Anschlag sei ein "verzweifelter und bösartiger Versuch, Kuwaits nationale Einheit anzugreifen". Die Regierung kam zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Für Samstag wurde ein Trauertag ausgerufen.

Auf Fernsehbildern waren die massiven Zerstörungen zu sehen, die durch die Explosion angerichtet wurden. Krankenhäuser riefen den Notstand aus, weil sie Mühe hatten, die Verletzten zu versorgen. Die IS-Anhänger verübten in den vergangenen Wochen bereits tödliche Anschläge auf schiitische Moscheen im Jemen und in Saudi-Arabien. Auch im Irak verübten sie regelmäßig Anschläge auf schiitische Pilger, Moscheen und Wohnviertel.

Bisher wenig Spannungen in Kuwait
Die sunnitischen Extremisten des IS haben im benachbarten Irak weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht und ein Kalifat - eine besondere Form eines Gottesstaates - ausgerufen. Sie greifen immer wieder Andersgläubige an. Anders als im Irak haben in Kuwait Schiiten und Sunniten bisher weitgehend friedlich zusammengelebt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Seien Sie live dabei!
Ganz Linz feiert mit der „Krone“
Oberösterreich
Nach Hinspiel-Pleite
4:0! Rapid wendet Aus in der Euro-League-Quali ab
Fußball International
Europa-League-Quali
Irre Wende! Neun-Tore-Wahnsinn in St. Petersburg
Fußball International
Unglückliches Aus
Last-Minute-Schock! LASK verpasst Sensation
Fußball International
Locker weiter
Sabitzer trifft bei Leipzig-Remis in EL-Quali
Fußball International
Fußmarsch zum Stadion
Bratislava-Fans stoppen U-Bahn vor Rapid-Match
Fußball International
Eklat in Linz
Besiktas-Fans randalieren! Polizei stürmt Tribüne
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.