20.06.2015 09:00 |

"Krone"-Ombudsfrau

Unfallopfer bleibt auf Heilkosten sitzen

"Ich will nur, dass ich die nötigen Behandlungen bezahlt bekomme", sagt Josef S. Nach zwei Motorrad-Unfällen leidet der Polizist aus Oberösterreich unter solch starken Schmerzen, dass er nur eingeschränkt arbeiten kann. Gutachter der Beamtenversicherung sehen aber keinen Zusammenhang mit den Verletzungen...

Josef S. möchte die Versicherung in die Verantwortung nehmen und hat dabei einen Spießrutenlauf bei Ärzten und Gutachtern hinter sich. Der Beamte der Motorradstreife hatte bereits 1995 einen Unfall, aber so richtig erwischt hat es ihn im Oktober 2012. Und damit fing die Misere erst an. Sie begann mit unvollständigen Untersuchungen im Krankenhaus und Unfallfolgen, die erst verspätet festgestellt wurden. Obwohl Physiotherapeuten, Masseure und Fachärzte, die Herr S. privat bezahlte, erhebliche Verletzungen der Schultermuskulatur, die noch immer zu Berührungsempfindlichkeit, Verspannungen und Kopfschmerzen führen, feststellten und noch immer feststellen, winkt die Versicherung bei der Kostenübernahme ab.

Sie stützt sich dabei auf zwei Gutachten, die jede Unfallkausalität abstreiten. Für Josef S. bedeutet das neben den Schmerzen, dass er auf den Kosten für die notwendigen Heilbehandlungen sitzen bleibt. "An die 10.000 Euro werden es in den letzten Jahren schon gewesen sein", sagt Josef S. "Das Vorgehen der Versicherung und ihrer Gutachter geht in Oberösterreich zulasten der Betroffenen."

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