Mo, 20. August 2018

US-Touristin tot

04.06.2015 16:24

Löwen-Opfer gehörte zur Crew von "Game of Thrones"

Nach der tödlichen Löwen-Attacke vom Montag in Johannesburg ist die Identität des Opfers geklärt. Es handelt sich bei der getöteten US-Touristin um die 29-jährige Katherine Chappell, die im Bereich Spezialeffekte zuletzt etwa für die TV-Serie "Game of Thrones" gearbeitet hatte. Der Tourbegleiter, der mit Chappell in einem Jeep unterwegs war, wies unterdessen die Schuld an dem Unglück von sich. Die Urlauberin habe eigenmächtig das Autofenster heruntergelassen, um Fotos zu machen.

"Johannesburg gefällt mir", hatte Chappell in der Vorwoche zu einem auf Instagram veröffentlichen Bild von ihrem Südafrika-Urlaub geschrieben. Keine Woche später kam die junge Frau bei einer Löwen-Attacke ums Leben. Die 29-Jährige war mit Tourbegleiter Pierre Potgieter in einem Jeep im Gauteng Lion Park bei Johannesburg unterwegs - und öffnete dessen Angaben zufolge plötzlich allen Verbotstafeln zum Trotz das Beifahrerfenster, um besser fotografieren zu können.

Eine neunjährige Löwin war sofort zur Stelle, biss die Frau in den Nacken und tötete sie. Chappell war als Spezialeffekte-Mitarbeiterin unter anderem an der Produktion der Erfolgsserie "Game of Thrones" und mehrerer Hollywood-Blockbuster beteiligt. Ihre Familie trauerte auf Facebook um die "brillante, freundliche und abenteuerlustige" junge Frau.

Guide Potgieter, der am Steuer des Jeeps saß, wurde bei dem Angriff der Raubkatze verletzt, als er versuchte, der Frau zu helfen. Er wurde mit schweren Armverletzungen und einem Herzanfall ins Krankenhaus gebracht und sei "schwer traumatisiert", erklärte die Firma des 66-Jährigen, Kalabash Tours.

Tourbegleiter kritisiert Parkverwaltung
Potgieter wies jegliche Schuld an dem Unglück von sich, hieß es am Donnerstag in Medienberichten. Demnach habe die 29-jährige Urlauberin eigenmächtig das Autofenster heruntergelassen, um Fotos zu machen. Der Tourbegleiter warf weiters einem Parkangestellten, der zum Unglücksort geeilt kam, Zögerlichkeit bei ersten Rettungsmaßnahmen vor. Potgieter habe außerdem die Zeit, bis der Krankenwagen eintraf, als "sehr lang" empfunden.

Der Löwenpark nahe Johannesburg betonte seinerseits, es sei verboten, während der Fahrt die Fenster zu öffnen. Der Rettungswagen sei rasch zur Stelle gewesen. Der Park blieb geöffnet, die Löwin wurde in einer nicht öffentlichen Anlage untergebracht.

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