Kosten-Streit!

Altlast verseucht Luft,Wasser, Boden

Kärnten
01.06.2015 16:35
Trotz neuer Schutzmaßnahmen wurden die HCB-Werte in der Luft um das 16-fache überschritten, auch Boden und Wasser werden weiter verseucht. Nahe der Deponie hat Greenpeace jetzt in Brennesseln das Umweltgift entdeckt und fordert die Donau Chemie auf, Schadenersatz zu leisten. Vom Konzern kommt eine Absage.

Die Chemie-Aktiengesellschaft, zu der die Giftmülldeponie gehört, bleibt ihrer Verteidigungslinie treu und kontert auf die Forderung der Umweltschützer, endlich Schadenersatz zu leisten. "Tatsächlich ist auch unser Unternehmen Leidtragender des Fehlverhaltens im Zementwerk", heißt es seitens der Donau Chemie. Man wolle die Deponie jetzt rasch sanieren.


Eine klare Verletzung der Sorgfaltspflicht des Chemiewerkes ortet hingegen die „Funk-Kommission“, die die Abläufe rund um den HCB-Skandal geprüft hat. Das zum Zementwerk abtransportierte Material sei falsch deklariert worden. "Die Mitverantwortung am Skandal ist somit erwiesen. Bis jetzt gab es noch keine Zusage von der Donau Chemie, dass zusätzliches Geld für die Deponie-Sanierung und für Schadenersatz in die Hand genommen wird", kritisiert Herwig Schuster von Greenpeace. Das Zemetwerk habe freiwillige Nachbarschaftshilfe geleistet.


Die Umweltsituation rund um die Giftmülldeponie bleibt unterdessen angespannt. Trotz neuer Sicherungsmaßnahmen zeigen neueste Messergebnisse, dass der "HCB Langzeitvorsorgewert" in der Luft um das 16-fache (im März) und um das 8-fache (April) überschritten wurde. Auch Boden und Wasser sind weiter belastet. Bei einer von Greenpeace gezogenen und nun ausgewerteten Probe von Brennesseln wurde der HCB-Lebensmittelgrenzwert für Kräuter um das Dreifache überschritten.

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