Linzer Mariendom

Streit um laute Glocken geht weiter!

Oberösterreich
20.05.2015 17:26
Der Linzer Glockenstreit ist nun doch ein Fall für das Gericht. Die Testphase hat - so Rechtsanwalt Wolfgang List - gezeigt, dass die Glocken in der Nacht noch zu laut sind. Außerdem wird der streitbare Anrainer Wolfgang Lassy nun nachts von Telefonanrufen bedroht

"Der Herr Architekt soll sich schleichen - und wenn er das nicht tut, wird er eine aufs Haupt und die Ohren kriegen, dass er die Engelein singen hört." Mit solchen Drohbriefen muss sich Anrainer Wolfgang Lassy herumschlagen, seit er gegen den lauten nächtlichen Glockenschlag des Mariendomes zu Gericht gezogen ist. Ein Vermittlungsversuch von Richterin Amalia Berger-Lehner mündete, wie berichtet, in einer Testphase: Die Dompfarre erklärte sich bereit, den Stundenschlag zwischen 22 und 6 Uhr auszusetzen. Lassy fühlt sich trotzdem in der Nachtruhe gestört. Zumal er nun von mitternächtlichen Anrufen gequält wird. "Das hat kein Niveau", sagt Anwalt List, der beim Gerichtstermin am 19. Juni auf absolute Nachtruhe drängen wird - wie sie in anderen Städten, etwa Wien oder Graz, der Fall ist.

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