09.05.2015 14:27 |

Stimmungsbarometer

34 Prozent der Wiener sind mit Rot-Grün zufrieden

Mit der wärmeren Jahreszeit kommt die gute Laune zurück. Und die Werte am Stimmungsbarometer bewegen sich langsam in den positiven Bereich. Die Rathaus-Koalition kann davon allerdings (noch?) nicht profitieren. Nur 34 Prozent der Wiener sind mit der Arbeit von Rot-Grün zufrieden, die Mehrheit sieht das Bündnis der vergangenen fünf Jahre skeptisch. Das ergab die große Wochenumfrage von "Krone" und Unique Research.

Genervt sind viele Bürger unter anderem über die Baustellen Gürtelbrücke und Praterbrücke. Den meisten dauern die Sperren und Behinderungen schon zu lang. In der Einzelwertung der Stadtregierungsmitglieder kann indes Frauen- und Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) zulegen. Bürgermeister Michael Häupl behauptet Platz eins und ist der beliebteste Politiker. FPÖ-Herausforderer Heinz-Christian Strache hantelt sich langsam nach oben. Im Beliebtheitsbalken fehlen ihm fünf Prozentpunkte auf den Stadtchef.

"Selber schuld"
"Die Unzufriedenheit mit der rot-grünen Stadtregierung ist groß", analysiert Meinungsforscher Peter Hajek die aktuellen Umfrageergebnisse (Sample 500). Das sei aufgrund der Ereignisse der letzten Monate auch wenig verwunderlich. Aus Sicht der rot-grünen Parteimanager sei es aber schade, denn so schlecht sei die Bilanz der Wiener Regierung nicht.

"Wien ist recht anständig durch die Wirtschaftskrise gekommen, im Osten der City wird eine Seestadt gebaut, die Jahresnetzkarte der Öffis ist ein Erfolg, und die neue Mariahilfer Straße entwickelt sich gerade zur Komfortzone", so Hajek. "Wäre die Debatte um das neue Wahlrecht nicht eskaliert, kämen jetzt nur noch Song Contest, Donauinselfest, Sommerferien und im Anschluss die Wahl. Besser ginge es also nicht. Der Fall Akkilic hat aber alles verändert. Klassisch selbst verschuldet."

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