Fettbrände

Am eigenen Herd lauert sehr häufig die Gefahr

Tirol
06.05.2015 12:01
Die Küche brennt lichterloh! Für die meisten Menschen wohl ein Horrorszenario. 52 Prozent aller Brände in Tirol ereignen sich im Privatbereich. Die Küche ist dabei der Brandentstehungsort Nummer eins, am häufigsten kommt es zu Fettbränden. Die Vermeidung von Unfällen und Feuern in der Küche stand im Zentrum des diesjährigen Sicherheitstages der Tiroler Versicherung.

"Im Vorjahr wurden nicht weniger als 100 Brände, die durch überhitztes Fett ausgelöst wurden, bei uns gemeldet. Die Schadenssumme betrug über 500.000 Euro", erklärte Walter Schieferer, Vorstandsvorsitzender der Tiroler Versicherung.

Das Gefahrenpotenzial von heißem und brennendem Fett wird nach wie vor unterschätzt. "Bereits nach wenigen Minuten entzündet sich das Fett in einer Pfanne von selbst. Daher sollte man während des Kochens nie die Küche verlassen", appellierte Peter Hölzl, Landesfeuerwehrkommandant.

Richtiges Verhalten

Brennendes Fett kann verheerende Schäden anrichten. Vor allem, wenn man versucht, einen solchen Brand mit Wasser zu löschen. "Bereits 1/8 Liter Wasser verursacht, dass das Fett explodiert. Eine bis zu sechs Meter hohe Stichflamme ist die Folge. Der Fettbrand greift schnell auf die Dunstabzugshaube sowie die Möbel über. Und man erleidet schwerwiegende Verbrennungen am gesamten Körper", fügte Hölzl hinzu.

Feuerlöschdecke notwendig 

Der sinnvollste Weg ist, das Feuer mittels einer großen, hochwertigen Feuerlöschdecke zu ersticken. Die Decke sollte unbedingt in der Küche griffbereit sein. Nur auf diese Weise kann sich das Feuer nicht ausbreiten und Schäden können verhindert werden. Löschdecken gibt es in Baumärkten, in Einrichtungshäusern und im Internet zu kaufen.

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