1. Mai:

Sorgen und Protest am Tag der Arbeit

Oberösterreich
01.05.2015 21:26
Linz war am 1. Mai die Bühne, auf der die große Krisenwelt ihre politisch vielfarbigen Aufführungen bekam – nebst vielen weiteren „Spielstätten“ im ganzen Land. ÖVP und SPÖ planen gemeinsame Landeskrisengipfel, linke Gruppen riefen (friedlich) zum Klassenkampf auf und die Blauen riefen das „Jahr der FPÖ aus“.

"Knapp 10.000 Leute" sah die SP-Spitze bei der traditionellen, diesmal nasskalten Maikundgebung am Linzer Hauptplatz, wo viel Wunsch Vater dieser Zahl gewesen sein mag. Stadtchef Klaus Luger forderte einen "Wachstumsfonds", SP-Landesvize Reinhold Entholzer schlug eine Budgetklausur der Landesregierung vor, zum Beispiel für "faire Löhne" im Sozialbereich. LH Josef Pühringer (ÖVP) besuchte wie immer am 1. Mai arbeitende Menschen, bei Polizei und im Spital. Er kündigte eine eigene Wachstums- und Konjunkturinitiative Oberösterreichs an. Darüber werde er demnächst mit den anderen Parteichefs reden.
Die FPÖ traf sich, wie traditionell, mit HC Strache im Bierzelt am Urfahranermarkt. Und die Grünen Chefs Rudi Anschober und Eva Glawischnig sprachen mit Jugendlichen über ihre Bildungssorgen. Auch einen linken Maiaufmarsch gab es, der am Ziel Linzer Hauptplatz fast so voluminös wirkte wie der der SPÖ: "Die herrschende Politik macht die Reichen noch reicher und die Mehrheit der Menschen ärmer. Gerecht geht anders!", so hier die Protestbotschaft.

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