Südafrikaner kämpfte
Sterbehilfe erlaubt – natürlicher Tod trat ein
Ausland
01.05.2015 09:59
Ein Krebspatient in Südafrika hat sich das Recht auf Sterbehilfe erstritten und ist am Tag der Urteilsverkündung eines natürlichen Todes gestorben. Der 65-jährige Robin Stransham-Ford sei im Kreise seiner Angehörigen friedlich eingeschlafen, teilte seine Familie am Donnerstag mit.
Ein Gericht in Pretoria hatte entschieden, dass Stransham-Ford aktive Sterbehilfe oder Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen könne. Dem Urteil zufolge hätte ein Arzt dem an Prostatakrebs im Endstadium leidenden Mann eine Giftspritze bereitstellen oder selbst verabreichen können, ohne dafür bestraft zu werden. Laut Gesetz ist Sterbehilfe in Südafrika eigentlich nicht erlaubt.
Die Familie des pensionierten Anwalts begrüßte das "bahnbrechende Urteil". Auch die Sterbehilfe-Organisation Dignity lobte den Gerichtsentscheid. Es sei an der Zeit, die Beihilfe zum Suizid in Südafrika zu legalisieren.
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