Mo, 20. August 2018

Kims Arsenal wächst

23.04.2015 20:08

China: Nordkorea soll schon 20 Atombomben haben

China hat nach Angaben der Zeitung "Wall Street Journal" vor einer wachsenden Zahl nordkoreanischer Atomwaffen gewarnt. Das Regime rund um Diktator Kim Jong Un könnte nach Einschätzung chinesischer Experten bereits über 20 Sprengsätze verfügen, berichtete das Blatt unter Berufung auf US-Experten, die kürzlich mit chinesischen Vertretern hinter verschlossenen Türen beraten haben.

Zudem habe Nordkorea die Fähigkeit, genügend atomwaffenfähiges Uran anzureichern, um das Arsenal voraussichtlich bis zum kommenden Jahr zu verdoppeln. Nordkorea könne im Land offenbar mehr Uran anreichern als bisher angenommen, zitierte das Blatt den Wissenschafter Siegfried Hecker von der Stanford-Universität. Ein nordkoreanisches Nukleararsenal würde nach seiner Einschätzung Verhandlungen mit dem Westen erheblich erschweren.

Sorge vor Wiederanfahren von Atomreaktor
Neben der Urananreicherung bereitet auch das nordkoreanische Plutonium den Nachbarn Sorgen. Nach Ansicht von Experten dürfte das abgeschottete Land Vorbereitungen für den Neustart eines abgeschalteten Atomreaktors in seinem umstrittenen Nuklearzentrum Yongbyon vorbereiten. Mit einer Leistung von fünf Megawatt ist der Reaktor zwar klein, er kann aber Plutonium zur Herstellung von Atombomben liefern.

Nach einer etwa fünfmonatigen Unterbrechung des Reaktorbetriebs hätten Satellitenaufnahmen auf "neue Aktivitäten" hingewiesen, hatte es zu Jahresbeginn auf der Internetseite "38 North" des US-Korea-Instituts an der John-Hopkins-Universität in der US-Stadt Baltimore geheißen. Nach den Angaben des Instituts ist es möglich, "dass Nordkorea im frühen Stadium von Bemühungen ist, den Reaktor neuzustarten". Unter anderem sei Rauch aus einer Leitung aufgestiegen, die zum Turbinengebäude der Anlage führe.

Kim droht mit viertem Atomtest
Das Kim-Regime hat bisher drei Atomtests vorgenommen, den letzten vor knapp zwei Jahren im Februar 2013. Als Reaktion auf eine UNO-Resolution, die schwere Menschenrechtsverletzungen in dem autoritär-kommunistischen Staat verurteilt, drohte die Regierung in Pjöngjang kürzlich mit einem vierten Test.

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