Wegen Behebungen

Griechenlands Banken “verbluten”

Ausland
17.04.2015 20:34
Die Griechen heben angesichts der schweren Finanzkrise des Landes immer mehr Geld von ihren Konten ab. Die Einlagen sanken nach Angaben von Geldinstituten auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Schuldenkrise. Die Banken "verbluten", schrieben griechische Medien am Freitag.

Die griechischen Kreditinstitute sind wegen der starken Mittelabflüsse weiter auf Notkredite von der Zentralbank des pleitebedrohten Landes angewiesen. Die Europäische Zentralbank muss den Umfang regelmäßig neu bewilligen.

Wie die konservative Athener Zeitung "Kathimerini" berichtete, horten die Griechen mittlerweile rund 15 Milliarden Euro in Bargeld. Die Angst nehme zu, dass sich die dramatische Finanzlage noch weiter zuspitzen könnte, wenn sich die neue Regierung unter dem linken Ministerpräsident Alexis Tsipras und die EU nicht bald über die griechischen Reformpläne einigen würden.

Noch im Dezember erreichte das Volumen der Geldeinlagen der Griechen mehr als 160 Milliarden Euro. Bis Ende März schrumpften die Einlagen auf rund 135 Milliarden Euro. Die umfangreichsten Abhebungen gab es im Jänner (12,8 Mrd, Euro) und im Februar (7,6 Milliarden Euro). Im März zogen die Griechen weitere 5,5 Milliarden Euro von ihren Konten ab.

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