Fr, 17. August 2018

Unruhen im Jemen

02.04.2015 13:37

Gefechte in Aden ++ Al-Kaida-Anführer befreit

Nachdem es am Donnerstag zunächst hieß, die Houthi-Rebellen hätten sich aus dem Zentrum der südjemenitischen Stadt Aden zurückgezogen, sind dort am Vormittag heftige Kämpfe zwischen den Aufständischen und dem Militär ausgebrochen. In Mukalla befreiten mutmaßliche Al-Kaida-Anhänger unterdessen Hunderte Häftlinge. Unter ihnen soll sich auch ein ranghoher Anführer der Terrororganisation befinden.

Im Bezirk Crater im Zentrum von Aden lieferten sich Hunderte Houthis und Anhänger des jemenitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi gegen Mittag heftige Gefechte, später konnten sie den Bezirk in ihre Gewalt bringen. Das Viertel Chor Maksar, in dem sich mehrere ausländische Konsulate sowie Büros der Vereinten Nationen befinden, kontrollieren die Houthis ebenfalls.

Bis zu 300 Häftlinge von Al-Kaida aus Gefängnis befreit
Auch in anderen Teilen des Jemen kam es am Donnerstag zu Kämpfen. Im etwa 500 Kilometer von Aden entfernten Mukalla am Arabischen Meer stürmten mutmaßliche Kämpfer des Extremistennetzwerks Al-Kaida das Zentralgefängnis und befreiten nach Angaben aus Polizei- und Verwaltungskreisen 150 bis 300 Insassen. Darunter seien auch Al-Kaida-Angehörige. Einer von ihnen sei Khaled Batarfi, der eine Führungsperson des einflussreichen Al-Kaida-Flügels auf der arabischen Halbinsel sei. Batarfi war vier Jahre lang in dem Gefängnis in Mukalla inhaftiert gewesen. Zwei Gefängnisaufseher und fünf Häftlinge wurden den Angaben zufolge getötet.

Eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz fliegt seit rund einer Woche Angriffe gegen die mit dem früheren jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh verbündeten schiitischen Houthis, um deren Vormarsch zu stoppen. Der demokratisch gewählte Hadi war vergangene Woche aus dem Jemen in die saudi-arabische Hauptstadt Riad geflohen, die Militärallianz will ihn wiedereinsetzen. Als wichtigster Unterstützer der Houthi-Rebellen gilt der schiitische Iran.

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