Vorzeigearbeiter tot

100-Jähriger stirbt nach drei Wochen in Pension

Ausland
19.04.2006 09:33
Mitte März sorgte Arthur Winston für weltweites Aufsehen: Der 100-Jährige ist nach 76 Arbeitsjahren bei den Verkehrsbetrieben von Los Angeles in Rente gegangen. Doch eine Leben ohne Arbeit war dem Methusalem nicht vergönnt: Er starb am Wochenende im Schlaf nach einem Herzstillstand. Er wird am Freitag in seiner Heimatstadt beigesetzt.

Winstons Credo war: „Ohne Arbeit kann man nicht leben.“ An seinem 100. Geburtstag vor drei Wochen erschien Arthur Winston zum letzten Mal bei den städtischen Verkehrsbetrieben in Los Angeles, wo er jahrzehntelang für die Wartung und Reinigung der Busse zuständig war.

Der rüstige Mann, der keinen einzigen Arbeitstag wegen Krankheit versäumte, fehlte nur einmal im Jahr 1988, als seine Frau starb. Er habe nicht geraucht und keinen Alkohol getrunken, gab Winston als Grund für seine Gesundheit und Langlebigkeit an.

US-Präsident Bill Clinton hatte den Afroamerikaner im Jahr 1996 als "Angestellten des Jahrhunderts" ausgezeichnet. Eigentlich wollte er als Mechaniker Busse reparieren, aber wegen seiner Hautfarbe sei ihm diese Tätigkeit in den 30er Jahren verwehrt worden, sagte Winston. Für seinen ersten Job als Hausmeister in Los Angeles im Jahr 1924 habe er 41 Cent in der Stunde verdient.

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