26.03.2015 16:30 |

Durchbruch gelungen

China erlaubt Einfuhr von Fleisch aus Österreich

Es hat lange gedauert, bis China die Einfuhr von Schweinefleisch aus Österreich erlaubte. Im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundespräsident Heinz Fischer ist nun der Durchbruch gelungen.

Im Rahmen des Staatsbesuches von Fischer werden von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter mehrere Abkommen auf den Weg gebracht und teilweise schon unterzeichnet, die den Export von qualitativ hochwertigem Fleisch in das Land des Lächelns ermöglichen sollen. Bisher ist das nämlich nicht gestattet. Und es geht tatsächlich um Schnitzel und Stelzen!

"Der asiatische Markt wächst sehr dynamisch", sagt Minister Rupprechter. Und nicht zuletzt nach dem Wegbrechen der Agrarexporte nach Russland (Stichwort: EU-Sanktionen wegen der Ukraine-Krise) ist China ein Hoffnungsmarkt.

Hotel serviert pro Jahr 150.000 Stelzen
Das aufstrebende China mit seinem rasanten gesellschaftlichen Wandel bietet sich da förmlich an. Der Verbrauch von Schweinefleisch, so die Prognosen, soll in den kommenden acht Jahren um zehn Prozent zunehmen, jener von Kalb- und Rindfleisch um 25 und jener von Käse und Milchprodukten gar um 50 Prozent. "Da wollen wir mit dabei sein", so Rupprechter.

Wie lukrativ das sein kann, erklärt Gerhard Mitrovits, der aus dem Burgenland stammende Direktor des Hotels Kempinski in Peking. "Alleine in unserem Hotel verbrauchen wir 150.000 Schweinsstelzen pro Jahr. Als Österreicher würde ich die natürlich gerne in Österreich kaufen."

Für ein echtes Wiener Schnitzel wiederum braucht man weißes Kalbfleisch. Das gibt es aber derzeit nicht in Peking, da das Kalbfleisch großteils aus Australien kommt. Die Kälber dort werden aber später geschlachtet und haben bereits rötliches Fleisch. Da soll künftig Österreich einspringen.

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