Verstecke enttarnt

41 Verhaftungen nach Operation “Schwärmer”

Ausland
17.03.2006 08:01
Bei der Großoffensive irakischer und US-amerikanischer Truppen gegen Aufständische im Irak sind mindestens 41 Terror-Verdächtige festgenommen worden. Beim Einsatz in der Nähe der Stadt Samarra wurden außerdem mehrere große Waffenverstecke entdeckt. Die „Operation Schwärmer“ war der größte Luftangriff im Irak seit 2003. Mehr als 50 Kampfflugzeuge und 1.500 Soldaten waren allein von Seiten der USA im Einsatz.

In dem Gebiet nordöstlich von Samarra sollen sich noch weitere Anhänger des Terrornetzwerks El-Kaida verstecken. In der Region - dem so genannten sunnitischen Dreieck nördlich von Bagdad - war vor drei Wochen die Reporterin Atwar Bahgad ermordet worden. Sie arbeitete für den Nachrichtensender Al-Arabiya.

Erste Parlamentssitzung im Irak
Unterdessen trat drei Monate nach der Wahl im Irak das Parlament zu seiner ersten Sitzung zusammen. Die konstituierende Sitzung, die in der streng abgeriegelten „Grünen Zone“ von Bagdad stattfand, blieb jedoch ein rein symbolischer Akt. Da sich die Parteien noch nicht über die Verteilung der Schlüsselpositionen in der Regierung einig sind, wählten die 275 Abgeordneten auch keinen Parlamentspräsidenten. Lediglich die Abgeordneten wurden vereidigt.

Regierungsbildung wird noch dauern
Der umstrittene designierte Ministerpräsident Ibrahim al-Jaafari erklärte, die Bildung der neuen Regierung könne noch einen Monat in Anspruch nehmen. Er deutete erstmals an, dass er eventuell auf das Amt des Regierungschefs verzichten würde.


Foto: Symbolbild

 

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