Schrei nach Freiheit
Häftlings-Briefe aus Guantanamo veröffentlicht
Er habe keine andere Wahl, um die "Gerechten" in den USA dazu zu bringen, die Situation zu überdenken und "einen Moment lang mit sich selbst ehrlich zu sein", schrieb Jumah al-Dossari in dem Brief, den er kurz vor seinem Selbstmordversuch im vergangenen Oktober seinem Anwalt übergab.
Darin heißt es weiter, die Gefangenen seien verzweifelt und fühlten sich erniedrigt und unterdrückt. Er selbst sei seiner Heimat beraubt und gefoltert worden. "Wann wird diese Tragödie enden", fragt Dossari weiter, bevor er mit dem Appell an seinen US-Anwalt endet, die Welt über die "furchtbaren Qualen der Häftlinge" zu informieren.
Vor Selbstmordversuch Brief an Anwalt übergeben
Laut seinem Anwalt Joshua Colangelo-Bryan gab Dossari ihm den Brief während einer Unterredung in dem Lager, bevor er sich in einer "Pinkelpause" umzubringen versuchte. Colangelo-Bryan fand ihn mit aufgeschnittenen Pulsadern, aber noch lebend. Nach seinen Angaben war es der zwölfte Selbstmordversuch seines aus Bahrain stammenden Mandanten, seit ihn US-Soldaten in Pakistan gefangennahmen und nach Guantanamo brachten.
Laut Pentagon gehört Dossari dem Terrornetzwerk Al Kaida an. Man bestreitet, dass er misshandelt worden sei und ein Dutzend mal versucht haben soll, sich umzubringen. In Wirklichkeit habe er nur zehn Selbstmordversuche hinter sich.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.