Nachdem der Vorstand in der Vorwoche Umstrukturierungen angekündigt hatte, begann in Steyr die Gerüchteküche zu brodeln. Von 200 bis 400 Kündigungen sei bereits die Rede, meint Betriebsratsobmann Erich Schwarz, der heute, Dienstag, eine Versammlung für ein Gesundheitsprojekt nutzen will, um die Arbeiter über seine Verhandlungen mit dem Vorstand zu informieren.
Dabei gehe es zwar um das Ende der L 2000-Produktion, aber auch um Steigerungen beim Nachfolgemodell DGL, die „das mehr als kompensieren“, so Schwarz: „Bis April sollen wir uns von 86 auf 90 Lkw täglich steigern, bis Herbst auf 92. Dazu kommt im Herbst ein Heeresauftrag mit acht bis zehn Lkw täglich, der durch die kleine Stückzahl viel Handarbeit erfordert.“ Um all das bewältigen zu können, wolle der Vorstand eine vierte Schicht einführen, für die sogar 60 zusätzliche Arbeitskräfte aufgenommen werden müssten.
Schwarz schränkt aber ein: „Im Vorjahr kündigte der Vorstand schon einmal 250 neue Jobs an. Das hat nicht gestimmt.“
Foto: Erich Petschenig
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.