Kräftige Investition

Luxussuiten über der Donau und ¿Hotel Gottes¿

Oberösterreich
12.03.2006 19:54
In der Linzer Hotellerie herrscht Aufbruchstimmung. Im Dompark und am Hessenplatz sollen neue Hotels gebaut werden, traditionelle Bettenburgen setzen zum Qualitätsrelaunch an. Das Arcotel an der Donau wird um vier Luxusetagen aufgestockt, das Spitz-Hotel in Urfahr zum Designerhotel umgestylt.

Auslöser für den „Bettenrausch“ sind das Linzer Kulturhauptstadtjahr 2009, aber auch die gestiegenen Gästezahlen in der Landeshauptstadt, die im Vorjahr mit 686.926 Nächtigungen eine Rekordmarke erreichten. „Die Nachfrage im Drei- und im Viersternbereich nimmt zu“, registriert Tourismusdirektor Andreas Kastler. 

Aufstockung um vier Etagen
Das 12-stöckige Arcotel plant eine Aufstockung um vier Etagen „in Form einer lichtdurchfluteten Stahl- und Glaskonstruktion in Harmonie zum benachbarten Lentos“, erläutert Direktor Rinaldo Bortoli. 30 Designerzimmer und Luxussuiten sind vorgesehen. Kostenschätzung: vier bis fünf Millionen Euro. Alle 176 Hotelzimmer werden zudem auf neuen Glanz gebracht.

Das Spitz-Hotel in Urfahr wird um über 3 Millionen Euro bis Herbst in ein Designerhotel nach internationalen Ansprüchen verwandelt und auf 150 Zimmer erweitert. Am 2. April wird zugesperrt, das komplette Inventar kommt bei einer öffentlichen Auktion am 6. April unter den Hammer.

Brandaktuell sind die Pläne für ein „Hotel Gottes“ im Linzer Dompark. Die Bischöfliche Stiftung St. Severin präsentiert am Donnerstag die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbes. „Wir wollen mit den Flächen rund um den Dom Geld für die hohen Instandhaltungskosten des Marien-Domes erwirtschaften“, sagt Prälat Josef Mayr. 

Konkrete Pläne für 140-Betten-Hotel
Konkrete Pläne liegen für ein 140 Betten-Hotel im Bereich Hessenplatz/Bismarckstraße vor. Die Oberösterreichische Versicherung hat als Grundbesitzer das Areal an die „Lion“-Immobiliengesellschaft veroptioniert, so Generaldirektor Wolfgang Weidl. „Ein interessantes Projekt mit öffentlicher Grünpassage“, erwärmt sich Baustadtrat Klaus Luger.

Ein heißer Wunsch bleibt ein Hotel beim künftigen Musiktheater. Raiffeisen-General Ludwig Scharinger liebäugelt mit der ÖBB-Direktion, deren Fassade unter Denkmalschutz steht.

 

Foto: Chris Koller

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