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18.02.2015 18:27

Monster-Prozess um "La Familia"-Bande

Hochsicherheitsstufe für das Salzburger Landesgericht: Am 2. März beginnt der Monster-Prozess um die "La Familia“-Bande, die im Pongau mit Gewalt für Aufruhr sorgte. Der Strafantrag ist 27 Seiten stark, der gesamte Akt umfasst 17 Bände! 30 Angeklagten drohen teils bis zu fünf Jahre Haft, 70 Zeugen sind geladen.

Schon die Ermittlungen der Polizei waren mehr als umfassend: 18 Hausdurchsuchungen, mehr als ein Dutzend PKW-Kontrollen bei denen Waffen und Drogen gefunden wurden. Im Dezember folgten die ersten "La Familia“-Festnahmen. Neben dem Platzsturm in Bischofshofen, wo sie ein friedliches Fußballspiel durchkreuzte, soll die Gruppierung vorwiegend Jugendliche aus dem Pongau über mehrere Monate hinweg bedroht und teilweise auch schwer verletzt haben.

Ab 2. März müssen sich 30 mutmaßliche Mitglieder vor Gericht verantworten. Und nach den umfassenden Ermittlungen sprengt dieser Prozess jeglichen Rahmen. Wegen der Vielzahl an Beteiligten wird das Einzelrichter-Verfahren in den Schwurgerichtssaal verlegt und die Staatsanwaltschaft erstmals mit zwei Vertretern aufwarten. Den sieben Verteidigern sitzen Opfer-Vertreter vom "Weißen Ring“ gegenüber. Zehn Verhandlungstage sind anberaumt, allein für die Einvernahme der Angeklagten ist eine Woche eingeplant.

Drei Strafanträge, 50 Gewalttaten
Die Vorwürfe sind massiv: Von schwerer Körperverletzung, teils in verabredeter Verbindung, bis hin zur Bildung einer kriminellen Vereinigung. Insgesamt geht es um gut 50 Gewalttaten zwischen November 2013 bis September 2014. Zusammengefasst in drei Strafanträgen, jener "La Familia“ betreffend hat 27 Seiten. Der Strafrahmen liegt für einige der Angeklagten, alle zwischen 16 und 32 Jahren, bei bis zu fünf Jahren Haft.

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