Streit um Äpfel

Gratis-Schüler-Obst ärgert Wiens Bauern

Wien
17.02.2015 08:16
Bis zu den Sommerferien verteilt die Stadt kostenloses Bio-Obst und Gemüse an ihre Schüler – die "Krone" hat berichtet. Wiens Bauern müssen jedoch in den sauren Apfel beißen. Denn die Produkte stammten bisher nur aus anderen Bundesländern. "Ein Schlag ins Gesicht der Wiener Landwirte", kritisiert der Bauernbund.

Pro Woche gehen 72.000 gesunde Portionen an die Pflichtschulen, Einkauf und Lieferung organisiert die Firma Gourmet. In einer Presseaussendung der Stadt heißt es dazu: "Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Früchte möglichst aus der Region stammen." "Regional" scheint allerdings ein dehnbarer Begriff zu sein. Denn die 3.300 Obstkisterln mit Äpfeln kamen zuletzt aus der Steiermark.

Norbert Walter vom Bauernbund kritisiert: "Das ist ein Schlag ins Gesicht der heimischen Produzenten! Wiens Bauern wurden nie in die Aktion eingebunden."

Das Büro von Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch rechtfertigt die Produktwahl mit der benötigten Menge an Bio-Ware. Je nach Saison kämen unterschiedliche Lieferanten zum Zug. "Dabei können es durchaus auch Produkte von Wiener Bauern sein, das ist aber saisonal abhängig", heißt es weiter.

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