Sa, 25. Mai 2019
09.02.2015 16:30

Nach Rom ausgeflogen

Asylwerber nach Vandalismus in Kirchen abgeschoben

Zerstörte Taufbecken und Reliquien, geköpfte Statuen, von Kruzifixen gerissene Jesus-Figuren - bei Serienanschlägen auf Wiener Gotteshäuser richtete ein Asylwerber 150.000 Euro Schaden an, für den er sich wegen diagnostizierter Psychose aber nie verantworten musste. Sein Asylantrag wurde nun abgelehnt, der Ghanaer nach Italien ausgeflogen.

"Ihr seid alle Ungläubige, nieder mit euren Statuen", schrie der Ghanaer im März 2014 durch den Stephansdom und stieß die Statue des heiligen Judas Thaddäus vom Sockel. Der 37-Jährige wurde überwältigt. Schnell stellte sich heraus: Der Asylwerber hatte zuvor in sechs weiteren Gotteshäusern in Wien seiner Zerstörungswut freien Lauf gelassen und einen Schaden von 150.000 Euro angerichtet. Und das "im Auftrag Gottes", wie der amtsbekannte Ghanaer erklärte.

Schuldunfähigkeit wegen Psychose
Nach einigen Wochen in U-Haft war der Asylwerber wieder auf freiem Fuß, die Vandalismusanschuldigung wegen Schuldunfähigkeit des Verdächtigen wurde fallen gelassen. Auf Grund einer Psychose habe er bei den Taten Recht von Unrecht nicht unterscheiden können - so ein Gutachten.

Doch auch wenn ihm das Gefängnis erspart blieb - Österreich musste der Ghanaer jetzt verlassen: Asylantrag abgelehnt. Und so wurde der Kirchenschänder jüngst von Wien-Schwechat aus zurück nach Rom geflogen - in jenes Land, aus dem der Flüchtling einst zu uns gekommen war.

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