"Neue" Seuche
Schweinepest in Deutschland: Tiere getötet
"Die Tiere auf diesem Hof sind bereits am Samstagvormittag vorsorglich getötet worden", sagte Jochem Manz, Sprecher des Kreises Recklinghausen. Auf zwei nahe gelegenen Höfen müssten am Sonntag 1000 weitere Schweine getötet werden. Insgesamt belaufe sich die Zahl der zu tötenden Tiere damit auf rund 2600 Schweine.
Schweinepest zieht bereits ihre Kreise
Mehrere Kreise hatten am Samstag weitere Schutzzonen, so genannte Pufferzonen, eingerichtet. Im Kreis Borken im Münsterland sind insgesamt 653 Betriebe mit rund 330 000 Schweinen betroffen. Auch in den benachbarten Kreisen Coesfeld, Recklinghausen und Wesel richteten einigen Städte weitere Schutzzonen ein.
"Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, bislang gibt es keinerlei Auffälligkeiten bei den Tieren", versicherte ein Sprecher des Kreises Borken. Einsatzkräfte stellten den betroffenen Landwirten die so genannten Tierseuchenverfügungen zu. Für die "Pufferzonen" gelten besondere Richtlinien, was den Transport und die Schlachtung anbelangt.
Im niedersächsischen Vechta wurden vorsorglich 400 Ferkel getötet, die aus einem Betrieb in NRW geliefert wurden, der Kontakt mit der Krankheit hatte. Untersuchungen hätten jedoch ergeben, dass die Tiere den Schweinepest-Erreger nicht in sich trugen, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums am Samstag.
Seuche erstmals seit sieben Jahren
Mit den Erkrankungen ist die Schweinepest in NRW erstmals seit sieben Jahren wieder bei Nutztieren aufgetreten. Die Behörden versuchen derzeit zu ermitteln, wie das Virus in den Tierbestand gelangt ist. Ein Experte des Friedrich-Loeffler-Instituts ist derzeit in Haltern, um die Ursache des Seuchenausbruchs zu finden.
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