Nicht überall in der Steiermark wird gespart: Die Einkommensgrenze für die Pendlerbeihilfe wird um 20 Prozent angehoben, mehr Steirer sollen dadurch diesen Zuschuss beziehen. Applaus gibt es ausnahmsweise auch von der Opposition.
Vor fünf Jahren ist die Pendlerbeihilfe in der Steiermark das letzte Mal angepasst worden, nun gelten wieder neue Einkommensgrenzen: Die blau-schwarze Landesregierung hat eine Erhöhung von brutto 35.000 Euro im Jahr auf 42.000 Euro beschlossen. Heruntergerechnet auf ein Monat liegt die neue Grenze bei 3000 Euro brutto (bisher: 2500 Euro). Pro Kind gibt es zehn Prozent Zuschlag.
„Insbesondere bei den aktuellen Spritpreisen ist das ein wichtiges und richtiges Signal an die Leistungsträger in unserem Land“, sagt FPÖ-Soziallandesrat Hannes Amesbauer. Der Kreis der Bezieher wird damit erweitert. Im Jahr 2024 wurden 572 Anträge abgelehnt, 450 davon wegen eines Einkommens über der Grenze.
Viele Pendler sind zuletzt knapp an der Einkommensgrenze gescheitert und leer ausgegangen. Mit der Anhebung erreichen wir den Großteil von ihnen.

FPÖ-Landesrat Hannes Amesbauer
Bild: Christian Jauschowetz
Anträge sind bis Jahresende möglich
Die Beihilfe erhalten Pendler, die zumindest 25 Kilometer weit zur Arbeit fahren. Die maximal Höhe beträgt unverändert 389 Euro. Zwei Drittel zahlen das Land, ein Drittel übernimmt die Arbeiterkammer. Die Beihilfe wird im Nachhinein für das abgelaufene Kalenderjahr ausbezahlt, Anträge müssen spätestens am 31. Dezember in den Gemeinden oder bei der Arbeiterkammer abgegeben werden.
Applaus für diese Maßnahme gibt es ausnahmsweise von Teilen der Opposition. „Wer täglich auf das Auto angewiesen ist, um zur Arbeit zu kommen, darf mit den steigenden Kosten nicht allein gelassen werden“, sieht KPÖ-Abgeordneter Alexander Melinz einen „längst überfälligen Schritt“. Auch SPÖ-Parteichef Max Lercher begrüßt die Ausweitung ausdrücklich, meint aber: „Was die Höhe der Beihilfe betrifft, hinkt die Steiermark im Bundesländervergleich hinterher. Hier muss noch nachgebessert werden.“
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