Allergien haben sich in den vergangenen 20 Jahren genauso verändert wie das Klima, betont Allergie-Experte Walter Kratochwill. Begünstigt haben das auch viele künstliche Zusatzstoffe in Lebensmiteln.
Versteckter Schimmel in den Wänden, plötzliches Jucken nach einem Apfel: Allergien und Unverträglichkeiten haben viele Gesichter. Anders als Heuschnupfen machen sie auch in der kalten Jahreszeit nicht Halt vor den Betroffenen. „Gerade nach dem Hochwasser 2024 kamen viele mit Symptomen einer Schimmelpilzallergie zu uns“, sagt Experte Walter Kratochwil vom Allergie-Ambulatorium St.Pölten.
Eine Schimmelbelastung kann bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Typische Beschwerden sind juckende Augen, Niesen und eine rinnende Nase. „Besonders ernst zu nehmen ist allerdings das Risiko für Asthma-Patienten“. Ob wirklich Schimmel der Auslöser ist, könne auch über Bluttests rausgefunden werden.
Wenn der Apfel plötzlich zum Problem wird
Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden können Allergieauslöser lauern. Gerade rund um die Feiertage, wenn besonders viele unterschiedliche Speisen auf den Tisch kommen, können Nahrungsmittelallergien zur Belastung werden. Laut Kratochwil werden Kreuzallergien zunehmend zum Thema. „Wer gegen Birkenpollen allergisch ist, spürt oft auch bei Nüssen, Äpfeln oder Birnen Ausschläge oder Atembeschwerden“, gibt der Experte einen Hinweis. Plötzliches Jucken im Mund oder unangenehme Reaktionen können die Folge sein.
100g Kristallzucker haben ungefähr 400 Kalorien, 100g Sorbit haben 3 Kalorien - Und billiger ist Sorbit auch deutlich.

Dr. Walter Kratochwil
Bild: HS Health Service GmbH
Nicht jede Reaktion ist eine Allergie
Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen einer echten Nahrungsmittelallergie und einer Unverträglichkeit. Letztere kann ebenfalls für Beschwerden sorgen, zeigt sich aber auf andere Weise. Ein häufiger Auslöser für Verdauungsprobleme ist etwa Sorbit, ein Zuckeralkohol, der in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt. „Oft erkennt man Sorbit auf der Verpackung unter den Bezeichnungen E420 bis E436“.
Auch bestimmte Zusatzstoffe können empfindlichen Menschen zu schaffen machen. Dazu zählen Konservierungsstoffe wie Sorbinsäure und Benzoesäure sowie Natriumdisulfit. „Statistisch sind bei H2 Atemtests die wir bei Intoleranzen wie Lactose,Fructose und Sorbit machen, Sorbit mit ca 65 Prozent am häufigsten positiv“, so der Experte.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.