Schimmel, Sorbit...

Welche Allergien uns auch im Winter plagen

Niederösterreich
04.11.2026 13:00

Allergien haben sich in den vergangenen 20 Jahren genauso verändert wie das Klima, betont Allergie-Experte Walter Kratochwill. Begünstigt haben das auch viele künstliche Zusatzstoffe in Lebensmiteln. 

Versteckter Schimmel in den Wänden, plötzliches Jucken nach einem Apfel: Allergien und Unverträglichkeiten haben viele Gesichter. Anders als Heuschnupfen machen sie auch in der kalten Jahreszeit nicht Halt vor den Betroffenen. „Gerade nach dem Hochwasser 2024 kamen viele mit Symptomen einer Schimmelpilzallergie zu uns“, sagt Experte Walter Kratochwil vom Allergie-Ambulatorium St.Pölten.

Eine Schimmelbelastung kann bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Typische Beschwerden sind juckende Augen, Niesen und eine rinnende Nase. „Besonders ernst zu nehmen ist allerdings das Risiko für Asthma-Patienten“. Ob wirklich Schimmel der Auslöser ist, könne auch über Bluttests rausgefunden werden.

Wenn der Apfel plötzlich zum Problem wird
Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden können Allergieauslöser lauern. Gerade rund um die Feiertage, wenn besonders viele unterschiedliche Speisen auf den Tisch kommen, können Nahrungsmittelallergien zur Belastung werden. Laut Kratochwil werden Kreuzallergien zunehmend zum Thema. „Wer gegen Birkenpollen allergisch ist, spürt oft auch bei Nüssen, Äpfeln oder Birnen Ausschläge oder Atembeschwerden“, gibt der Experte einen Hinweis. Plötzliches Jucken im Mund oder unangenehme Reaktionen können die Folge sein.

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100g Kristallzucker haben ungefähr 400 Kalorien, 100g Sorbit haben 3 Kalorien - Und billiger ist Sorbit auch deutlich.

Dr. Walter Kratochwil

Nicht jede Reaktion ist eine Allergie
Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen einer echten Nahrungsmittelallergie und einer Unverträglichkeit. Letztere kann ebenfalls für Beschwerden sorgen, zeigt sich aber auf andere Weise. Ein häufiger Auslöser für Verdauungsprobleme ist etwa Sorbit, ein Zuckeralkohol, der in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt. „Oft erkennt man Sorbit auf der Verpackung unter den Bezeichnungen E420 bis E436“.

Auch bestimmte Zusatzstoffe können empfindlichen Menschen zu schaffen machen. Dazu zählen Konservierungsstoffe wie Sorbinsäure und Benzoesäure sowie Natriumdisulfit. „Statistisch sind bei H2 Atemtests die wir bei Intoleranzen wie Lactose,Fructose und Sorbit machen, Sorbit mit ca 65 Prozent am häufigsten positiv“, so der Experte. 

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